Donnerstag, 15. März 2018

Kurzreview: ANNIHILATION (2018, Netflix)

"Annihilation" ("Auslöschung") AKA der erste Film seit Langem, der in mir das Bedürfnis weckt, ihn mir sofort nochmals anzusehen. Um jede verborgene Note zu hören, jede verborgene Farbe zu erkennen. Ein direkter Nachfolger von Tarkowskis "Stalker", ein geistiger Bruder von "Arrival", ein heimlicher Verehrer von "Under the skin" und leidenschaftlicher Jünger von Kubricks Wahnsinn. Philosophische Science Fiction at its best (oder worst). Regisseur Alex Garland spielt mit den Mechaniken und den Genres, um am Ende die alle Gesetze der modernen Wissenschaft brechende Logik auch auf seinen Film anzuwenden. Es entstand der wohl impressionistischste und poetischste Vertreter seiner Art. Für Freunde mit guten Mägen und von Filmen wie 2001, Solaris, Sphere, Contact oder Arrival. Nur bedeutend abgründiger und blutiger.

Ich verstehe, warum die Sesselfurzer bei Paramount den Film an Netflix verhökerten. Nichts anderes tun Menschen, wenn sie etwas fürchten und/oder nicht verstehen. "Annihilation" ist kein Film mit dem Box Office Rekorde gebrochen oder Oscars gewonnen werden. Mit dieser Art von Film empfiehlt man sich als Visionär, hinterlässt eine kleine Kerbe in den Annalen und begeistert einen kleinen, aber sehr treuen Kreis von Filmliebhabern.

 

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