Samstag, 18. November 2017

Kurzreview: SIMPEL (Deutsches Kino, 2017)

Ich mag gar nichts schlechtes über diesen netten, kleinen Film sagen. "Simpel" ist witzig, er ist rührend, Lau und Kross harmonieren als Brüder wunderbar. Und die Nebenrollen sind teils irrwitzig besetzt.
Ich denke, es liegt einfach an mir, dass der Film trotz seinen redlichen Absichten nicht zündete. Nach mitreissenden Arthouse-Filmen wie dem spanischen "Me Too", in dem Schauspieler mit echtem Down-Syndrom sich direkt in mein Herz spielten, frei von Kitsch und voller Radikalität, kann ich in solch konventionelle Umsetzungen, wo dazu talentierte A-List Schauspieler "Full retard" gehen, nur noch bedingt eintauchen. Dazu kommt ein Drehbuch, welches die Herzlichkeit und Sensibilität vermissen lässt, mit der die Hauptdarsteller glänzen. Und gewisse unfreiwillig-komische Besetzungsentscheidungen tun ihr Übriges.
Während dem Kinobesuch bekam ich einfach Robert Downeys Stimme nicht aus dem Kopf, der ständig rief: "You went full retard, man. Never go full retard." Sorry, David.

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