Montag, 2. Mai 2016

Kurzreview: Civil War, Marvel as usual (2016)

Meine Erkenntnis nach "Captain America: Civil War": Ich kann über den Film nichts schreiben, was nicht bereits auf das Dutzend Marvelfilme davor zutraf. Ein Winter Soldier 1.5 meets Avengers 2.5 inkl. Spider-Man und Black Panter Topping. Ein paar frische Farbschichten auf einer zu oft übermalten Leinwand. Ich sage was ich bereits bei Age of Ultron sagte: Das MCU braucht keine weiteren Phasen, die bloß Namen auf Namen stapeln, Spektakel durch Spektakel ersetzen und ein Plotbingo veranstaltet, sondern strukturelle Reformen. Die Marvelkinoformel funktioniert seit 10 Jahren unverändert und sorgte für mehr oder weniger beachtliche Unterhaltungsfilme. Doch die Luft wird immer dünner. Die innere Heldenzerissenheit ist das Weltretter-Stereotyp von heute, was Civil War zur Perfektion führt. Das ist Kritik an einem funktionierendem System auf hohem Niveau, schließlich beweist DC, wie ein fehlerhaftes System zu echtem filmischen Kollateralschaden führen kann. Für mich persönlich bleibt aber gerade nach Civil War die Erkenntnis, dass man modernen, komplexen (Comic) Vorlagen im Kino kaum mehr gerecht werden kann. Nicht seit dem uns gezeigt wurde, zu was eine Serie wie "Jessica Jones" im Stande ist. (7/10)


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