Samstag, 2. April 2011

Kinofilme - SUCKER PUNCH (Kritik)


KINO: Sucker Punch
Zack Snyder gelang sein persönliches Showgirls. 120 Minuten voll primitiver Hirnpenetration für die pubertäre
 Petting-Generation. 3/10
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film

Sucker Punch
Ungewöhnliche Filme bedürfen ungewöhnlicher Kritiker-Maßnahmen. „Sucker Punch“ ist das neuste Kind, das aus Zack Snyders bonbonfarbenen Malkasten entsprang - einem Gewaltästheten, dem Michael Bay der Youtube-Generation und was viele nicht wissen, seit „Sucker Punch“ auch einem stolzem Drehbuchautoren. Ein Umstand, der dem Film mehr zu schaffen macht, als alle Debatten rund um den Regisseur, seine Vorliebe für gewaltverherrlichende, faschistische Stilmittel, die Zerstückelung des Films um ganze 18 Minuten oder die fragwürdigen Frauendarstellungen zusammen. Snyder entwickelte aus mehreren Glückskeksbotschaften einen ganzen Film. Ein „besonderer“ Film, der einer „besonderen“ Kritik bedarf:

„Sucker Punch“ ist...
...der Versuch eines Frauenhassers, einen feministischen Film zu machen.

...der Versuch, Bubenträume mit Männerträumen zu verbinden.
...die Erkenntnis, dass sich solche Träume nicht verbinden lassen.
...der Beweis, dass zurechtgeschnittene Männerträume zu Wichsvorlagen für Minderjährige verkommen.

...der Versuch, „Transformers 2“ und „Tron Legacy“ qualitativ zu unterbieten.
...der Beweis, dass Zack Snyder dieses traurige Kunststück gelang.
...der Versuch, Alice im Wunderland-Autor Lewis Carroll nachzueifern.
...die Erkenntnis, dass nicht jedem Schreibtalent in die Wiege gelegt wurde - erst recht nicht Zack Snyder.
...der Beweis, dass „Style over substance“ keine Beleidigung sein muss.
...der Beweis, dass stümperhaftes, ignorantes, dilettantisches Macho-Kino dagegen durchaus so zu verstehen ist.
...der Beweis, dass Scott Glenn der beste Schauspieler aller Zeiten ist, weil er die schlechtesten Oneliner seit Menschengedenken, ohne eine einzige Mine zu verziehen, wiedergibt.
...der Versuch „Kill Bill“-Regisseur Quentin Tarantino nachzueifern.
...der Versuch „Moulin Rouge“-Regisseur Baz Luhrmann nachzueifern.
...der Versuch „Herr der Ringe“-Regisseur-Peter Jackson nachzueifern.
...der Versuch „I,Robot“-Regisseur Alex Proya nachzueifern.
...die traurige Gewissheit, dass all diese Regisseure in den vier animierten Kurzfilmen, die zusammen mit „Sucker Punch“ erschienen sind, mit mehr Verstand zitiert wurden, als im eigentlichen Film.
...ein missratener Film von Zack Snyder, die Kurzfilme zu „Sucker Punch“ - „Feudal Warrior“, „The Trenches“, „Dragon“ und „Distant Planet“ - dagegen sind gelungene und auch nachdenkliche Werke von Animator Ben Hibon, die dem „Sucker Punch“ Universum ansatzweise Sinn verleihen. Ben Hibon inszenierte auch die beeindruckende Animationssequenz in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1“.
...eine sekundenschnelle Dia-Show, die mit einer Vergewaltigung der musikalischen Popkultur unterlegt wurde und nach zehn Bildern bereits ihre selbstherrliche, kindische und - das schlimmste von allem - langweilige Veranlagung erkennen lässt.
...kein verkanntes Kunstkino oder von Kritikern ungerechtfertigt gescholtenes Guilty Pleasure-Blockbusterkino. sondern schlicht ein Film, der es nicht verdient „Film“ genannt zu werden. 


Zack Snyder gelang sein persönliches Showgirls. 120 Minuten voll primitiver Hirnpenetration für die pubertäre
Petting-Generation. (Originalkritik für KultHit.de)

3/10

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