Sonntag, 21. Februar 2016

#ProjectMomentum: Über Kausalität & Plausibilität in Drehbüchern (& Berlinale-Auszeiten)

Fünfte Woche #ProjectMomentum... (inkl. Berlinale-Auszeit)

Worum geht's? Hier nachlesen!

Was diese Woche geschah...
  • 1 Buch: Hatte mir kurz nach der Lektüre des Drehbuchs zur ersten Folge Weissensee auf Netflix die fertige Folge angeschaut. Was auffällt: Budget muss relativ überschaubar gewesen sein, weswegen die Buchtreue umso mehr auffällt. Buch 1x2 geht den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Verdichtet die Konflikte, vertieft die Figuren, alles mit einfachen aber sehr effektiven Stilmitteln. Apropos "Annette Hess" (die Autorin von Weissensee). Ende März strahlt das ZDF den von meinem Brötchengeber produzierten Dreiteiler "Kudamm 56" aus, der ebenfalls von der Autorin geschrieben wurde. Werde mir im Rahmen meiner Weissensee Lektüre auch diese Drehbücher zu Gemüte führen, so erhalte ich mir gleichzeitig einen gewissen roten Faden in der Wahl meiner Drehbücher. 
Logo #ProjectMomentum, (c) Lisa Steinbrück
  • 2 Filme: Grund meiner zweiwöchigen Pause: #Berlinale. Viele Filme (13 Stück), einige berufliche Verpflichtungen, aber keine einzige Party (worauf ich irgendwie stolz bin obwohl diverse Einladungen auf dem Tisch lagen). Filme schauen und jeden Abend Party/Empfänge wären auch ohne einen Tagesjob schwer zu vereinen, aber das diesjährige Filmangebot war so ergiebig, dass die Frage "lasse ich den Film sausen um feiern gehen zu können" gar nicht erst aufkam. Dazu widme ich bei Gelegenheit einen separaten Blogpost. An dieser Stelle soll nur interessieren: Ich legte meinen Fokus auf das Generationen Programm und sah diverse Filme mit Kindern und Jugendlichen als Protagonisten. Was auch auf mein Script zutrifft. Zufall? Wohl kaum. Meine Berlinale-Generationen Highlights: Girl Asleep (Wes Anderson meets Lewis Carroll in Australien), Little Men (Martin Scorcese meets John Hughes in Brooklyn), Rauf (Türkischer Bürgerkrieg durch Spielberg'sche Kinderaugen)
  • 7 Drehbuchseiten: Gregor hatte ausführlich meine neuesten Erweiterungen gefeedbackt und wies dabei auf einen großen blinden Fleck hin. Ich nenne es mal mein "Kausalitäts-/Plausibilitätsproblem". Das alles auslösende Ereignis meiner Geschichte fügt sich noch nicht wirklich in die Geschichte ein. Sorgt zwar für Konflikte und Motivation, aber fehlt an Glaubwürdigkeit. Generell gibt es noch zu viele unbeantwortete Fragen wie die Figuren zu diesem Ereignis stehen. In dieser Hinsicht habe ich der Berlinale einen kleinen - ich nenne es mal so - Durchbruch zu verdanken. Anstatt meiner Geschichte eine backstoryschwangere, tote Nebenfigur aufzudrücken, die zwar voller Schuld und Sehnsüchte ist, aber wenig zur eigentlichen Handlung beiträgt, verschiebe ich die Schuldfrage. Im Sinne von "für die Taten der Toten werden die Lebenden zur Verantwortung gezogen". Habe dazu auch einen Artikel gefunden, der das dramaturgische Potential aufzeigt.
  • 7 Stunden Story Development: Gregor hat auf Basis meines ersten Feedbacks eine komplette Überarbeitung begonnen, die sich "New Beginning"nennt. Das wird nun von mir gleich in Angriff genommen. Er hatte eine nette kleine Idee für eine bildliche Metapher um seine Figuren einzuführen. Don't tell, show! 
Fazit: Die Filmbatterien sind aufgeladen, weiter geht's!

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Hard but unfair, die andere (Blog)seite zum #ProjectMomentum aus der (englisch verfassten) Sicht von Gregor, meinem Partner in Crime. Alle Beiträge zu diesem Schreibprojekt werden bei ihm und bei mir unter dem Hashtag #ProjectMomentum gesammelt. Unsere bisherigen Drehbücher lassen sich hier nachlesen.

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