Samstag, 16. Januar 2016

#ProjectMomentum: (Gute) Drehbücher für Deutschland

Was bisher geschah:
Einst schrieben sie. Sie, das sind wir, Gregor und ich. Zwischen 2012 und 2014 sind zwei bemerkenswerte, von Kritikern gelobte Drehbücher entstanden. "Skyscraper" und "Saber Rider & the Star Sheriffs". Mit Schweiß und Blut verdientes Lehrgeld. Unbezahlbar weil wir soviel lernten. Unverfilmbar, weil wir schrieben, was wir wollten.

Dann kam 2015, das Jahr, an dem die Erde still stand. 120% Reallifejobs und der ganz alltägliche Wahnsinn führte zum kreativen Stillstand. Das soll sich wieder ändern. Mehr noch, zum ersten Mal wollen wir nicht mehr ausschließlich für uns schreiben, sondern für ein deutsches Publikum. Für deutsche Budgets. Mit deutschen Machbarkeiten. Trotzdem aber inhaltlich fernab deutscher Konventionen und Gewohnheiten. Komödie liegt uns nicht. Krimi wollen wir nicht. Alles andere wird sich zeigen.




Zwei Schreiberlinge, zwei Drehbücher, eine Mission. Das Ziel ist klar. Die Umsetzung... weniger. Da wir uns selbst sehr genau kennen, zwängen wir unser Tun in gewisse Strukturen und Vorgehensweisen. Erste Maßnahme: Scott Myers 1-2-7-14 Formel, die besagt:

Du sollst in der Woche...
1 (Dreh)Buch lesen
2 Filme schauen (1 zur Unterhaltung, 1 zur Analyse)
7 Drehbuchseiten schreiben (1 Seite pro Tag)
14* Stunden Ideen/Story/Figuren entwickeln abseits des Drehbuchs (Ideenfindung, Recherche, Plotting etc)

*Unser einziges Zugeständnis, wir machen aus der 14 eine 7 - wobei unser gegenseitiges Script doktorieren vermutlich allein die 7h in der Woche gut füllen wird - aber ansonsten soll das unsere wöchentliche Richtschnur werden.

Gleichzeitig holen wir unsere beiden Blogs aus der Versenkung und werden einmal die Woche über unseren Schreibprozess bloggen. Kompakt, fokussiert, ohne zuviel Zeit zu verlieren. Jeder für sich, jeder für den anderen. Geht weniger um den Inhalt der Projekte als um Form und Fortschritt. Als Stütze für uns. Sollte sich das Netz wider Erwarten dafür interessieren ob unser Schreibprozess funktioniert oder gnadenlos scheitert - es gibt wahrlich spannendere Blogs über das Drehbuchschreiben (zb. hier, hier oder hier) - ist hiermit die Möglichkeit gegeben.

Ergo
Schreiben, schreiben, schreiben und das gezielt und ohne Unterlass. Jeden Abend und jede Nacht ein Stückchen mehr. Bis - Achtung, Spinner voraus - im Sommer zwei solide Drehbücher vorliegen. Solide, weil aus Erfahrung unsere Scripts erst ab Fassung 3+ den eigenen Ansprüchen genügen. Von Klischee und Stereotypen befreit, mit glaubwürdigen Figuren und lebendigen Dialogen ausgestattet. Deswegen dürfte ab Sommer unsere eigentliche Arbeit erst beginnen. Doch alles der Reihe nach.

Es lebe #ProjectMomentum
Nun gilt es die ersten 30 Seiten von Gregors Script zu lesen und zu lektorieren, der Hund legte nämlich einen gewaltigen Frühstart hin. Worüber er schreibt und #ProjectMomentum aus seiner Sicht könnt ihr fortan hier erfahren. Gleichzeitig beginne ich heute mit der Ausformulierung einer ausführlichen Outline zu meinem Script (aka Restrukturierung meines Evernote Chaos).

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Hard but unfair, die andere (Blog)seite zum #ProjectMomentum aus der Sicht von Gregor, meinem Partner in Crime. Alle Beiträge zu diesem Schreibprojekt werden bei ihm und bei mir unter dem Hastag #ProjectMomentum gesammelt. Unsere bisherigen Drehbücher lassen sich hier nachlesen.

1 Kommentar:

  1. Eine Meldung des "Hundes": Ja, noch habe ich Vorsprung aber das kann sich schnell ändern. Ich werde sicher noch einen spezifischen #ProjectMomentum Post schreiben und auch dir die (Link)Ehre erweisen. Für alle Leser sei noch angemerkt, meine Dokumentation erfolgt in englischer Sprache. Auch mein Drehbuch verfasse ich auf Englisch aber jeder der "Viktoria" gesehen hat weiss, dass sich Sprachbarrieren schon regeln lassen.

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