Samstag, 3. Januar 2015

Kurzreview: FURY - HERZ AUS STAHL (2015)

"Fury", eine im besten und schlimmsten Sinne amerikanische Antikriegsparabel. Bildgewaltig und mitreissend in den Actionszenen, den guten alten "Kriegsbrüdereid" beschwörend, aufdringlich und belehrend zwischen den Zeilen. Aber leider nicht nur dort. Am Ende erwacht wahrlich der Ami im Tank dieses Actionvehikels und feuert nicht nur inhaltlich aus allen Rohren, sondern schießt dem Zuschauer auch sämtliche US-Kriegsfilmklischees um die Ohren. Bulletproof Helden, Götzenanbetung, Helden Verklärung, "Ich habe Angst"-Dialoge, die Reihenfolge und Art, welche Figuren wie das Zeitliche segnen. "Fury" möchte sich im Canon von "Band of Brothers" einreihen, verkommt aber dabei immer mehr zu einem "Saving Private Ryan" auf Ketten. Fesselnd und furchteinflößend zu Beginn; aufdringlich und belehrend in der Mitte; kaum mehr zu ertragen amerikanisch am Ende.
Auf 60 Minuten gekürzt ließe sich vielleicht tatsächlich eine gute BoB Folge daraus basteln. Dann aber bitte ohne Brad "Ich mime John Waynes nassen Pudel" Pitt. So sehr ich dich mag, Brad. Deine Superstarvisage hat in solchen Filmen nichts zu suchen. (6.5/10, Trailer)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts with Thumbnails

Ältere Beiträge, die dich interessieren könnten: