Donnerstag, 6. Juni 2013

Kurzreview - SEELEN (The Host)

Kurzreview: Seelen (The Host)
Objektiv betrachtet ist "Seelen" eine sehr bittere, unfreiwillig komische Pille. Dialoge wie heiße Stecknadeln, eine Handlung wie ätzendes Gift. Stephanie Meyer versteht von Sci-Fi soviel wie Carl Sagans Putzfrau. Darüber hinaus ist dieser Film so unglaublich prüde, beinahe frigide, wie es nur eine Meyer Zustande bringt. Das gipfelt in Dialogen die wie Bauklötze ins Trommelfell des Zuschauer hämmern. Das Schlimmste, Regisseur udn Drehbuchautor Andrew Niccol transferierte die Gedankenwelt der Romanheldin per Voice Over in den Film. Ein Tritt in die Kniekehlen jedes Autoren und literarisch interessierten Menschen.

Aber, trotz allem (und vor allem weil 2013 eine Sci-Fi Enttäuschung nach der anderen auf uns losgelassen wurde) besitzt "Seelen" einen gewissen Charme. Gegen Ende scheinen sogar einige existenzielle Fragen durch, die ansatzweise das Prädikat "Sci-Fi" verdienen. Besonders aber die Atmosphäre und Hauptdarstellerin Saoirse Ronan verdienen Respekt. Und auch Niccols Regie, der trotz der teils unglaublich dämlichen Plotelemente am Ende die richtigen Knöpfe beim Zuschauer zu drücken vermag.

"Dreamcatcher" meets "GZSZ" meets prosaischer Edeltrash, der nüchtern betrachtet schmerzt, aber als Fremdschämorgie und Guilty Pleasure durchaus Spaß bereiten kann. Objektiv: 4/10 | Gefühlt: 6.5/10



1 Kommentar:

  1. @Olo: Allergrößten Respekt, das du dir Seelen überhaupt angetan hast...Hhhhhm, es hinterlässt mir ein ungutes Gefühl in der Magengrube, das man den Film zumindest als "Hirnaus" Edeltrahs goutieren darf...Die Trailer lassen mit ihren Bildern ja eher auf einen "kompletten" Langeweiler schliessen... Na ja, aber für die unvermeidbaren Fortsetzungen sehe ich aber komplett schwarz... So wie bei Man Of Steel...

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