Dienstag, 19. März 2013

Exklusive STAR TREK INTO DARKNESS Preview in Berlin (Erster Eindruck)

Bad Robot und Paramount luden zum exklusiven Star Trek Into Darkness Screening in Berlin, wo die ersten 30 Minuten plus zwei zusätzliche Szenen aus dem letzten Drittel des Films gezeigt wurden. J. J. Abrams war zwar nicht vor Ort, sondern sprach nur ein kurzes, per Video aufgezeichnetes Intro für Bryan Burk, Produzent von Bad Robot, der an dessen Stelle in Berlin anwesend war. Hier die Highlights des Screenings. (verfasst für Movie-Infos)

- Bryan Burk ließ die Journalisten fast 45 Minuten warten, was aber nicht weiter wild war, da es Häppchen und Getränke gab und jede Menge Nerdtalk für Kurzweile sorgte.

- Endlich saß man im Kinosaal. J. J. Abrams meldete sich mit kurzen Worten über Leinwand zu Wort und versuchte sich als Standup Comedian. Wirklich wichtiges zu sagen hatte er aber nicht.

-  Bryan Burk betrat die Bühne und bekannte sich von Anfang an: Nein, er wäre kein Trekkie und war es nie. Was ihn aber als Produzent der neuen "Star Trek"-Reihe prädestiniert. Sie wollten wieder wie beim ersten Film, beide Zuschauergruppen ansprechen, Trekkies aber auch das breite Publikum.

- Der Produzent zeigte sich schockiert, dass Deutschland nur noch ein richtiges IMAX-Kino besitze. Sie planen Gespräche mit deutschen Kinobetreibern, um den deutschen Fans auch die Möglichkeit zu geben, die IMAX-Variante des Films zu sehen. Nette Worte aber bis zum Kinostart kaum umzusetzen.

- Obwohl Burk lang und breit über die Nachteile von IMAX-Drehs und den Fluch von IMAX-Kameras redete, so konnte er mit simplen Worten zusammenfassen, warum auch "Star Trek 2" wieder mit IMAX Kameras gedreht wurde: Die Bilder seien trotz allem einfach fantastisch.

- Die Ziele der Filmemacher für Teil 2: Mehr Action, mehr Drama, einfach mehr. Oha...

- Aber nun zum Film: Ab jetzt folgen einige Spoiler! 

- Es wurde dunkel und die ersten 30 Minuten von Star Trek Into Darkness nahmen ihren Lauf. Angefangen bei den zehn Minuten auf dem Vulkanplaneten, die bereits im Dezember im Vorprogramm des Hobbits in IMAX-Kinos gezeigt wurden.

- Die ganze Sequenz kann mit dem Wort „imposant“ beschrieben werden. Einerseits typisches Abramsfutter was die Bilder betrifft, andererseits ähnlich wie bei Teil 1 ein direkter und dramatischer Einstieg in den Film. Einige unübersehbare "Indiana Jones" Zitate fallen einem ins Auge. Ebenfalls typisch für Abrams.

- Für "Star Trek"-Fans gibt es erste Zitate aus früheren Filmen und die oberste Direktive steht (wiedermal) zwischen Spock und Kirk zur Diskussion. Das freut das Trekkie Herz, auch wenn in den Szenen bereits die ersten Logiklöcher aufbrechen.

- Es folgt der Auftritt von Admiral Pike, der Kirk natürlich wieder so richtig zusammenfaltet und man erschreckend feststellen muss, dass aus der Figur ein Klischeevorgesetzter wurde. Pike nimmt Kirk das Kommando über die Enterprise weg und übernimmt es wieder selbst. Ab diesem Zeitpunkt überkam mich das Gefühl: Pike, du wirst diesen Film nicht lebend verlassen.

- Fünf Minuten später - nach einer beeindruckenden Terrorattacke auf die Föderation mit Ludovico Einaudi Temptrackvertonung - bewahrheitet sich die Vermutung auch schon und eine reichlich stupide Actionszene brachte den zweiten Akt ins Rollen.

- Nun folgten zwei Szenen, die gegen Ende des Films zu sehen sein werden. Der Absturz der Enterprise: Ein einziges Effektspektakel mit extremen Sound. Man spürte das Schiff regelrecht auseinanderbrechen. Während Chekov versucht das Schiff in einem Stück runter zu bringen, wollen Scotty und Kirk zum Maschinenraum gelangen. Was sich mit wechselnder Gravitation und sich drehendem Horizont schwieriger herausstellt als gedacht. Inception lässt grüßen.

- Spock macht sich währenddessen auf die Jagd nach John Harrison aka „Ihr wisst schon wem“. Spock beamt auf die Erde – natürlich direkt an den Ort, wo die Enterprise ihre Bruchlandung hinlegt – und liefert sich mit Harrison eine Verfolgungsjagd in alter "Blade Runner" Tradition und klaren "Star Wars" Parallelen.

Fazit: Die alten, traditionellen "Star Trek" Elemente wurden sichtlich zusammengestrichen. Richtiges "Star Trek" Feeling stellte sich bei dem gezeigten Material nur ganz am Anfang ein, der Rest war beeindruckendes, aber irgendwie auch althergebrachte Actionkino mit Sci-Fi Elementen. Der Zusammenschnitt war generell zu actionlastig, aber dieses Manko wird der finale Film mit seinem richtigen Pacing richten. Wie das aussehen wird, werden wir am 09. Mai 2013 erfahren.

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