Sonntag, 8. April 2012

Kurzreview - MARTHA MARCY MAY MARLENE (Kritik)

Kurzreview: Martha Marcy May Marlene
Die kleine Schwester der Olsen-Twins erhebt sich aus deren mageren Schatten und legt mit ihrem Filmdebüt gleich eine erschütternd fragile Glanzleistung hin. Sie vereint die Ausstrahlung einer Maggie Gyllenhaal und die Kraft einer Jennifer Lawrence und verhilft dem Film auf ein ungeahntes psychologisches Niveau. "Martha Marcy May Marlene" (ein Titel, der auf der Zunge vergeht und den Nagel auf den Kopf trifft) dringt tief in den Kopf seiner Protagonistin ein und stellt alles in Frage. Parallelen mit "Winter's Bone" sind nicht nur aufgrund von John Hawkes erneut sehr physischen Präsenz gegeben, doch diese filmische Alliteration lässt am Ende selbst den letztjährigen Oscarkandidaten hinter sich. Eine clever strukturierte Darstellung über die Einflüsse sektoider Gruppierungen auf die menschliche Psyche - mit einem Ende, das man entweder nachdenklich annimmt oder empört von sich weist. 9/10

> T r a i l e r

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