Montag, 12. März 2012

Kurzreview - UNDERWORLD AWAKENING (Kritik)

Kurzreview: Underworld Awakening
Kleines Vorwort zum Franchise selbst:
Underworld fand damals meine Zustimmung trotz üblen Ideenklaus aus allen Ecken und Filmen. Auch weil er der erste Vertreter einer gelackten Vampir/Zombie/whatever Filmepidemie mit Zeitlupenbabes war und das Ganze damals (lang lang ist's her) noch Spaß machte. Teil 2 kratzte haarscharf an meiner Unverträglichkeit vorbei, das Prequel sparte ich mir ganz, ohne Beckinsale und mit einer aufgewärmten Backstory sah ich keine gemeinsame Zukunft.


Somit kommen wir zum neusten Vertreter des Underworld Universums (dem Underverse...naja, fast), der mir doch tatsächlich von Anfang bis Ende Spaß bereitete ohne zu sehr auf die Pelle zu rücken. Auch muss ich meine Überraschung über J. Michael Straczynskis (Babylon 5, Thor) Beteiligung am Drehbuch kund tun und ich vermute stark, dass ich aus diesem Grund dem Film so versöhnlich gegenüber stehe. Es gibt zwei Arten, wie man solche Filme erzählen kann. Entweder es wird versucht eine Geschichte zu erzählen und riskiert dabei gandenlos zu scheitern (siehe Underworld Evolution). Oder man verzichtet auf die Story und lässt die Charaktere und deren Motivation den Film vorantreiben. Bei "Underworld Awakening" gingen die Filmemacher letzteren Weg und füllten die Löcher mit Action. Viel Action. Was erstaunlicherweise wunderbar funktioniert und durch den erfreulich hohen Gorelevel noch gefördert wird. Auch die Platzierung der Lovestory außerhalb des eigentlichen Geschehens tut dem Film ungemein gut, stattdessen gibts eine klassische, nicht zu aufdringliche [Achtung SPOILER] Mutter-Tochter Beziehung [/SPOILER], die in ihren kritischen Momenten stets von Action und Blut vor der eigenen Rührseligkeit bewahrt wird.
 

Abzüge gibts für einige zu offensichtliche Fremdinspirationen (Matrix war seit jeher stilistisches Vorbild, aber nun werden auch schlechte Reanimationsszenen recyelt...) und für die finale Szene. Das war doch eine Spur zu vorhersehbar sowie zu lose und abrupt.



Lange Rede, kurzer Sinn: Underworld Awakening macht nichts falsch und konzentriert sich auf seine Charaktere anstatt einer aufgeblähter Story, die ohnehin nach Teil 1 -3 nur noch aufgeblasener geworden wäre. Die alte "Vampir versus Lycaner"-Prämisse wird schlicht mit dem Faktor Mensch erweitert. Nicht neu (Blade, True Blood, Daybreakers etc) aber für das Underworld-Franchise erfrischend genug, um selbst mich elitären Cineasten milde zu stimmen.  7/10
> T r a i l e r

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