Sonntag, 12. Februar 2012

Kurzreview - DIE KUNST ZU GEWINNEN - MONEYBALL (Kritik)

Kurzreview: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball
Selten war ein proklamierter "Sportfilm" so gegen den kommerziellen Strich gebürstet wie Moneyball. Wer große, klassisch gestrickte Sportpathetik erwartet wird schnell erkennen, dass hier eine wahre Geschichte im Vordergrund steht und Underdogs auch mal Underdogs bleiben können. Oder auch nicht. Das Spiel mit den Erwartungen und gezielten Auslassungen altbekannter Abläute macht aus Moneyball einen sportlichen Independentfilm, der den technischen Fortschritt zelebriert aber versteckt in den Filmfußnoten auf ironische Weise alte Teamgeisttugenden heraufbeschwört. Fortschritt besiegt Tradition, Menschlichkeit kaltes Businessdenken. Aaron Sorkins Handschrift ist besonders in der Charakterisierung von Brad Pitts Rolle und den ständigen Sportbabbles unübersehbar. Aber wie bereits bei The West Wing muss man nicht alle Mechanismen und Abläufe verstehen, um den Kern der Szenen zu erfassen. Am Ende bleibt einem vor allem der Song von Pitts Filmtochter in Erinnerung: "You're such a loser, dad. Just enjoy the show!" Hier versteht auch der letzte Sportbegeisterte, der vielleicht nicht die erhoffte Sportdröhnung bekam, das Moneyball mehr ist, als nur ein Film über Baseball.  8/10
> T r a i l e r

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