Sonntag, 11. September 2011

In Gedenken - 9/11 und der Man on Wire


In Gedenken: Man on Wire
Zehn Jahre 9/11 - und die Welt hat sich weiter gedreht, wenn auch in einem merklich verschobenen Takt als vor dem 11. September 2001. Auch ich möchte diesem tragischen Jubiläum den gebührenden Respekt zollen, indem ich einen Film zum Thema mache, der die Terroranschläge mit keinem Wort und mit keiner Silbe erwähnt - und gerade deswegen eine immense symbolische Kraft erlangte. Dazu möchte ich allen diesen Artikel der britischen Sunday Times ans Herz legen. Ein beeindruckender Text über "Man on Wire" und den Einfluss von 9/11 auf das heutige Kino.
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film


Man on Wire
Schwer zu sagen, was den Reiz von "Man on Wire" ausmacht. Sind es seine narrativen Feinheiten, die die Spannung eines raffinierten Heistfilms mit der Faszination einer gut recherchierten Dokumentation verbindet? Oder die unbehagliche Spannung, die aus den Archivaufnahmen der Twin Towers entspringt und der Dokumentation unterschwellig eine völlig neue, nachdenkliche Dynamik verleiht, die an unserer Post-9/11-Generation nicht spurlos vorbeizieht? Oder ist es doch Protagonist Petit als leidenschaftlicher, charismatischer Künstler und egozentrischer, abgehobener Entertainer - dessen wahren Wesenszüge am Ende dem ganzen Film bitter-ironische Züge verleihen?

Die dargestellten Ereignisse sind von sprühender Situationskomik und tief verwurzelten Sehnsüchten geprägt. Wäre es eine fiktive Geschichte, man würde vor dem Autor den Hut ziehen. Aber so bleibt nur festzustellen, dass das Leben selbst wie so oft die besten Geschichten schreibt.

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