Sonntag, 4. September 2011

Heimkinoreview - JOHN RAMBO (Kritik)


DVD: John Rambo‎
Selten lag ich so daneben wie bei John Rambo. Ein einziger  (zweifelsfrei fragwürdiger) stilisierter Gewaltexzess, der nur zum reinen Selbstzweck inszeniert wurde. Ein Actionfeuerwerk der einfältigsten und extrovertiertesten Art, aber ein Fest! 7/10
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film


John Rambo
Selten lag ich so daneben wie im Falle von John Rambo. Ich dachte ehrlich, Sly wollte mit dem vierten Teil zu den Anfängen von Rambo zurückkehren. Wieder verstärkt ins psychologisch motivierte Actionfach wie im originalen Film und weg von der Gewalt verherrlichenden Propaganda-Pappfigur zu der Rambo über die Jahre verkam. Zumindest glaubte ich, mich an solche Kinokritiken zu erinnern. Aber große Güte, was lag ich falsch. Sly versuchte erst gar nicht Rambo zurück zu altem Glanz zu verhelfen, sondern ballert in die exakt selbe, ethisch verwerfliche Kerbe wie die Vorgänger. Nur mit dem Unterschied, dass es nun plötzlich funktioniert. Den Dominostein-Bodycount und den Dutzenden explodierenden Gliedmaßen sei dank. Das hat nicht mehr mit realistischem Kriegsanspruch zu tun, sondern mit (zweifelsfrei fragwürdiger) stilisierter Gewaltexzessen, die nur zum reinen Selbstzweck inszeniert wurde. Ein Actionfeuerwerk der einfältigsten und extrovertiertesten Art, aber wahrlich ein Fest! Wer sich damit schwer tut, stelle sich einfach vor, Rambo schwänge in einem Low-Fantasy-Setting ein Langschwert und verarbeite damit Orcs zu Brei. Es wäre derselbe Film nur ohne den Blei schweren, moralischen Ballast, den man sich selbst aufzwingt.

aufgerundete 7/10

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