Samstag, 18. Juni 2011

Kinoreview - KUNG FU PANDA 2 (Kritik)


KINO: Kung Fu Panda 2
Mehr Herz, mehr Wampe: Dreamworks erste Fortsetzung, die mit dem Original mithalten kann. 8/10
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film



Kung Fu Panda 2
Kürzlich ließ Jeffrey Katzenberg verlautbaren, seines Zeichens Chef von Dreamworks Animation, die „Kung Fu Panda“ -Saga erstrecke sich über zwei Trilogien und er könne es nicht erwarten, sie dem Publikum zu präsentieren - sofern sie es zulassen. Soll heißen, solange die Pandafilme genug Gewinn erwirtschaften, wird die Reihe fortgesetzt. Das erinnert an ein Zitat von Katzenberg, welches er nach den ersten beiden Shrek-Filmen durch den Äther schickte. Das Shrek-Universum böte genügend Stoff für sechs Filme und er sähe es gerne, diesen auch zu verfilmen. Wie wir mittlerweile wissen, kam die Reihe nur auf vier Filme und scheinbar sollen plötzlich auch nie mehr als eine eineindrittel Trilogie geplant gewesen sein. Darum ist eine gesunde Portion Skepsis gegenüber „Kung Fu Panda 2“ berechtigt, schließlich sind die Dreamworks Sequels nicht gerade dafür bekannt, ihre Vorgänger qualitativ zu übertrumpfen.

Doch auch wenn Katzenberg nicht unbedingt der Aufrichtigste seiner Produzentenzunft ist, so muss man ihm eines lassen: Mit „Kung Fu Panda 2„ gelang ihm und seinem Studio die erste, vollends überzeugende Fortsetzung. Das Sequel ist das erhoffte, warmherzige und spritzige Filmabenteuer und zeigt exzellent, dass es insbesondere bei solchen Blockbuster-Animationsfilmen auf das "Wie" drauf an kommt - die Story entsprang ohnehin dem Baukasten. Slapstick und Timing zitieren mehr als nur einmal alte Stummfilmklassiker - allen voran Buster Keaton - was zusätzlich Pluspunkte bringt. Auch die Angst, der Trailer hätte zuviel vorweggenommen, blieb unbegründet. Die meisten Actionszenen, die in der Vorschau zu sehen waren, stammen aus der ersten Hälfte des Films. Was nicht heißt, dass die Zweite nichts zu bieten hätte - im Gegenteil. Po hinterlässt auf seiner Reise erwartungsgemäß jede Menge Kleinholz und auch seine furiosen Fünf bekamen nun bedeutend mehr Raum zugestanden. Dass das ganze nicht zur reinen Haudrauf(tor)tour verkommt, ist Pos Identitätskrise und Selbstfindungstrip zu verdanken. Die unausgesprochene Frage des ersten Teils, nach der Herkunft des Pandas, wird nun zum emotionalen Kompass des Films. Pos Entenvater, der bereits zum geheimen Liebling in „Kung Fu Panda“ avancierte, darf nun sein rührendes Geheimnis lüften. Als Ersatz bekam Tigress einige dunkle Flecken in ihrer Vergangenheit spendiert, die sicherlich beim dritten Teil zum Tragen kommen werden. Alle Story-Versatzstücke, wie die Bedrohung der eigenen Traditionen, Pos Entwicklung als Kung Fu-Meister oder seine wahre Herkunft sind weit davon entfernt narrative Glanzleistungen zu sein. Aber die Summe ihrer Teile dient lediglich als Sprungbrett, um die Charaktere voranzutreiben und diese sind es auch, die den Film erneut zu einem denkwürdigen Animationserlebnis machen.

Unterm Strich ist „Kung Fu Panda 2“ seinem Vorgänger ebenbürtig, der Originalitätsbonus entfällt zwar, doch gibt es stattdessen um so reichhaltigere und schöner choreografierte Actionszenen - und einen kleinen „Toy Story 3“ Moment, der einem zum Taschentuch greifen lässt. Seit Guillermo Del Toro als kreativer Berater für das Studio fungiert, befinden sich die Dreamworksfilme merklich im Aufwind. Vielleicht sollte man „Der gestiefelte Kater“ und „Madagascar 3“ doch noch nicht abschreiben. (Originalkritik für KultHit.de)

8/10

1 Kommentar:

  1. Habe den Film jetzt auch im Kino gesehen und finde, dass der Film nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten kann. Klar ist es noch ein guter Film, aber die Story ist für mich etwas zu durchschaubar geraten. Aber vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch, weil ich den ertsen Teil einfach nur großartig fand!

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