Mittwoch, 27. April 2011

Kurzreview - SCRE4M

Kurz meine Eindrücke zu Scream 4 aka Scre4m zusammengefasst:

Die Reihe findet wieder zu ihren Wurzeln zurück inklusive ihrem selbstreflexiven Filmbewusstsein, das nun auch in der 2.0 Gegenwart angekommen ist. Scre4m ist im Herzen ein Kind der 90er, das sich auf dem Spielplatz des modernen Zeitgeists tummelt. Allein die ersten zehn Minuten eicht den Zuschauer auf die metaphysische Selbstfindungsreise durch die moderne Pop- und Medienkultur. Die einen werden sich zwei Stunden lang am Blut und Massaker erfreuen, die anderen saugen begierig die vielen Filmzitate auf und andere - wie ich - genießen das Comeback von Autor Kevin Williamsons entwaffnender Selbstironie und filmtheoretischer Offenlegung des Horrogenres, das glaubt, sich neu erfunden zu haben, nur um es am Ende mit dem Stinkefinger zum Teufel zu jagen.

Einziger Kritikpunkt ist das aufgesetzte Ende nach dem Ende. Sagen wir es mal so: Nach dem anfänglichen Showdown hätte der Film zwei Möglichkeiten, entweder er macht einen Schritt vorwärts und belegt so seine aufgestellten Thesen oder er macht zwei zurück und zeigt auf diese Weise seinen Kniefall vor der ursprünglichen Scream-Reihe. Für mich ging er in die falsche Richtung, aber das kostet ihn (aus meiner Sicht) nur einen Punkt. Ansonsten macht der Film einfach ein Heidenspaß - was selbst ich als Horrormuffel bestätigen kann!

8/10

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts with Thumbnails

Ältere Beiträge, die dich interessieren könnten: