Mittwoch, 23. Dezember 2009

UCI: Die Wurzel allen Übels!




Es ist soweit, ich muss meiner Wut Luft machen! >.<

Dem Kinokettengigant UCI waren seine Einnahmen und Umsätze schon immer wichtiger als der Service gegenüber seinen Kunden. Anders lässt sich nicht erklären warum die Filme grundsätzlich 20 bis 30min später beginnen als ausgeschrieben, Kurzfilme die zu den Hauptfilmen gehören häufig weggelassen werden und man gemäss meiner Beobachtung (und ich gehe bei Gott sehr häufig ins Kino) man mit Abstand die höchsten Zuschläge auf Überlänge und 3D bezahlen muss.
Schön und gut, das macht UCI zwar nicht zur sympathischsten Kinokette Deutschlands, aber liesse sich verschmerzen in dem man den Betreiber einfach meidet, was mir mittlerweile sehr gut gelingt.

Aber die Kinobesucher kräftig zur Ader zu lassen war wohl ihnen nicht genug, denn nun folgt ein direkter Angriff auf die deutsche Filmförderinstitution:

Pressemitteilung:
Es gibt ein weltweit einmaliges Modell zur Digitalisierung der gesamten deutschen Kinolandschaft. Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Kulturstaatsministers haben Bund, Länder, FFA, Verleiher und Kinos sich bereit erklärt, 300 Millionen Euro zusammenzubringen, um eine möglichst flächendeckende und gleichzeitige Digitalisierung der Kinos zu ermöglichen.


Der VDD bedauert sehr, dass das vom Filmförderanstalt-Verwaltungsrat vorgelegte Angebot für eine gemeinsam getragene, branchenweite Lösung der flächendeckenden Digitalisierung der Kinos in Deutschland nicht angenommen werden konnte. Geschuldet ist dies der einseitigen Aufkündigung der Branchensolidarität durch die große Kinokette UCI.

Mit anderen Worten, die britische (!!) Kinokette UCI blockiert absichtlich die Deutschlandweite faire Förderung aller Kinos um die kleinen Kinos in die Knie zu zwingen weil diese grösstenteils nicht aus eigener Kraft von Analog auf Digital umsatteln können.

Zusätzlich wurde kürzlich von der UCI eine einstweilige Verfügung gegen den Verband deutscher Drehbuchautoren erwirkt der ihm unter Strafandrohung untersagt die Pressemitteilung die diese Umstände publik gemacht hätte, zu veröffentlichen. (Quelle)

Die Konsequenzen sind klar:
- Die kleinen Kinos lässt man ausbluten und die Kinobesucher verlagern sich auf die übrig bleibenden grossen Kinoketten (Cinestar spielt ein ähnlich falsches Spiel). Marktbereinigung nennt sich das wohl...
- Filmförderungen sind nicht mehr vollumfänglich gewährleistet und das hat zur Folge dass der deutsche Film aus den deutschen Kinos gedrückt wird um mehr Platz für die einträglicheren Hollywood Filme zu machen.

Momentan findet ein Kräfteringen statt, UCI und Cinestar gegen die Filmförderanstalt und den HDF (Verband der Kinobetreiber). Wer sich genauer informieren will dem empfehle ich folgenden Artikel von WELT.de.

DESHALB MEINE EMPFEHLUNG: MEIDET BEWUSST DIE KINOKETTEN UCI UND CINESTAR BIS FESTSTEHT OB UND WAS FÜR FOLGEN DIESER ANGRIFF AUF DIE DEUTSCHE FILMLANDSCHAFT HABEN WIRD!


Ich weiss, ist vermutlich nicht mal ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber dennoch, mit mir nicht. Irgendwann ist Schluss... :kissmy***:

1 Kommentar:

  1. okay, ohne frage ein scheiß geschäftsbahren, was diese förderungen anbetrifft.
    nun bin ich ja hauptsächlich ein cinestar besucher (wg der OVs in berlin), und da muss ich sagen: was die innerhalb kürzester zeit die preise aufgedreht haben, ist unglaublich. deren 3d zuschlag ist zwar nicht ganz so hoch, dafür sind aber die überlängenzuschläge unverschämt. der service immer mieser, in fast jedem berliner cinestar kino die toiletten nicht begehbar, und wenn man eine (freundliche) beschwerde - also mehr einen hinweis - schreibt, wird man auch noch auf unglaublichste weise angepampt. und werbung muss man da auch volle 45 minuten ertragen, wobei sie aber bei den pixar sachen wenigstens die vorfilme zeigen. insofern steht das uci nicht ganz alleine da, was kundenunfreundlichkeit eingeht, wobei ich das bespielsweise weder im berliner collosseum noch im uci friedrichshain beobachten kann, da fühl ich mich mittlerweile fast zuhause.
    aber - wie gesagt: diese förderungsverweigerung ist schon ein starkes stück.

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