Montag, 7. Dezember 2009

Filme: PRINCESS AND THE FROG und THE SOLOIST

Ein ergiebiges Wochenende mit überraschenden Ergebnissen. Entgegen meiner Erwartungen entpuppten sich Disneys erster klassischer Zeichentrickfilm seit über fünf Jahren als erstaunlich gelungene Mischung. Das Solo vom Solisten dagegen wollte bei mir irgendwie nicht zünden...

K I N O : The Princess And The Frog
Herkules trifft auf Aschenputtel und Don Bluth garniert mit dem Charme von New Orleans. Nicht neu aber schön! =)
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K I N O : The Soloist
Wahre Geschichte, top Darsteller, grosse Emotionen und ein Soundtrack zum Schmelzen. Trotzdem wollte der Funke nicht zünden.
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PRINCESS AND THE FROG

Der Film schaffte für mich das undenkbare, er bekommt den Spagat zwischen klassischer Disney Struktur und zeitgemässem Storytelling gekonnt hin!

Es sitzt ganz anders im Kino wenn man das Disney Logo erstrahlen sieht und insgeheim weiss dass nun wirklich ein richtiger Walt Disney Film beginnt.
Der Film entspricht in Ton und Struktur weitesgehend Hercules, inspirierte sich bei einigen Passagen jedoch recht deutlich bei Charlie, alle Hunde kommen in den Himmel und Aschenputtel. Nichtsdestotrotz schafft gerade das New Orleans Setting, der Jazz Soundtrack von Randy Newman und die vielen kleinen kunsthistorischen Anspielungen dass der Film frisch und lebendig wirkt. Es wird gehüpft, getanzt, gesüssholzraspelt und natüüürlich gesungen was das Zeug hält. Ein richtiger Disney eben. Aber nie zu schleimig, oder soll ich besser sagen klebrig. Alle Disney typischen Untiefen werden mit Witz und Charme umschifft (sagen wir fast alle, etwas Kitsch muss einfach drin sein). Ich denke man merkt dass die Leute von Pixar starken Einfluss auf den Film genommen haben und das ist gut so.

8/10





THE SOLOIST

Ich freue mich nun seit einem halben Jahr auf den Film. Mit nur zwei Filmen konnte sich Joe Wright einen Ehrenplatz in meiner Hall of Fame der Regisseure ergattern....und die Zeichen standen gut dass The Soloist diesem Erbe mehr als gerecht werden würde.

Aber der Funke wollte nicht zünden. Dabei hat der Film viel zu geben: er beruht auf einer wahren Begebenheit, ist hochemotional, führt zwei Schauspieltalente zu erneuten Spitzenleistungen, wurde wunderschön fotografiert (ich denke seit Collateral hat kein Regisseur mehr Downtown L.A. so schön auf Film gebannt) und der Soundtrack bestehend aus arrangierten Bach- und Beethovenpartituren von Dario Marianelli lässt die Faszination um Nathaniel spürbar werden.

Woran lag es also?
Zum einen ist der Film wie ich finde schwer einzuschätzen. Der Film ist einen Mischung aus Beautiful Mind und Fisher King, aber im Vergleich zu diesen viel bodenständiger und authentischer. Vielleicht liegt es ach daran dass der Film kein erfüllendes Ende besitzt. Der Drang alles zum Guten wenden zu wollen ist ein trauriges Hollywood Klischee und gerade Wright hat mit Atonement gezeigt, dass die Spitzenfilme von pessimistischer Ironie leben. Aber The Soloist ist in dieser Hinsicht weder Fisch noch Fleisch, sondern mehr ein "to be continued" auf elementarer Ebene.

Vielleicht war ich auch einfach nicht in der geeigneten Verfassung für den Film, ich war ich schon seit 15h auf den Beinen und hatte bereits die Princess And The Frog Preview hinter mir.

Ich enthalte mich einer vorläufigen Bewertung. Den letzten Film den ich so unentschlossen wahrgenommen hatte war Master And Commander und der gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsfilmen.

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