Freitag, 4. Dezember 2009

Filme: HARVEY und ADVENTURELAND

Persönliche Neuentdeckungen:

D V D : HARVEY
"In this world, you must be oh so smart or oh so pleasant. Well, for years I was smart. I recommend pleasant."
Es gibt Filme die brennen sich plötzlich und unerwartet ins Herz. Harvey ist einer davon.
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film


K I N O : ADVENTURELAND
Klein, warmherzig und durch und durch Indie. Inklusive einem richtig schön nostalgischen 80er Jahre Flair (Frisuren und Soundtrack sei dank :D )
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film






HARVEY

Mir wird erst jetzt bewusst wieviel Inspiration und Motive von Harvey in Lars and the real girl stecken. Und wie soll es auch anders sein, bin ich regelrecht aus dem Häuschen. Ich liebe die Figur von Elwood, seine Sanfmütigkeit, seine naive Art. Der ewige blinde Optimist der sich irgendwann dazu entschlossen hat dem Leben nur noch mit Liebeswürdigkeit zu begegnen.
Die Geschichte gerät nie in Versuchung die Handlung auf den Boden der Tatsachen zu holen. Oder lag es an Elwoods entwaffnenden Charakterzügen die dem Film gar nicht die Chance gaben in Erklärungsnot zu geraten? Ebenfalls ganz gross die vielen kleinen Zufälle, oder eben vielleicht doch Harveys Spiel mit dem Schicksal, das Missverständnisse scheinbar zufällig in die richtigen Bahnen lenkte.

Wundervoll sind die Szenen in denen die Geschichte auf ihre eigene selbstverständliche Naivität baut, man aber gleichzeitig die ganze Metapher dahinter erkennen kann. Beispielsweise die Szene mit Veta als sie erläutert dass Fotografien nur die Oberfläche zeigen, Gemälde dagegen das Innere, Träume und Wünsche offenbaren, der Kontext in dem Moment aber völlig Kopf stand. Perfekt!
Der Film ist eine einzige Metapher für Toleranz, Individualität oder vielleicht auch einfach nur eine Erinnerung an die vielen kleinen Dinge die das Leben lebenswert machen.
Ich lasse mal etwas Gras über den Film wachsen, aber es fühlt sich so an als ob sich ein neuer Film in meine Top 20 gesellt hätte.

"In this world, you must be oh so smart or oh so pleasant. Well, for years I was smart. I recommend pleasant. You may quote me."
Dem komme ich gerne nach, ein Zitat das ich nicht so schnell vergessen werde.

10/10




ADVENTURELAND

Zu aller erst möchte ich festhalten wie sehr es mich nervt wie durch Twilight eine charismatische Schauspielerin medial verheizt wird. Ich mag die Stewart und ihre Filme (allen voran Into the wild) sehr gerne und ich freue mich The Yellow Handkerchief noch nachholen zu dürfen. Aber durch die Dauerbeschallung der Medien im Rahmen der Twilight PR und die ständigen Hype und Antihypetiraden verliert sie als Schauspielerin zusehends an Attraktivität. Es verhält sich wie mit einem guten Song der aber ständig im Radio gespielt wird. Irgendwann landet auch der beste in der Ecke.

Aber in diesem Film wirkt sie wieder so natürlich und "strahlend" (sofern es ihre Rolle zulässt) wie eh und je. Sie spielt im Grunde stets recht triste Charaktere die alle das ein oder andere Kreuz zu tragen haben. Jesse Eienberg ist es zu verdanken dass der Film nie ins zu melancholische abdriftet.

Zum Film selbst gibt es nicht viel zu sagen, eine kleine warmherzige Indie komödie mit reichlich Höhen und Tiefen, jede Menge Charaktere abseits der Spur und einem richtig schön nostalgischen 80er Jahre Flair (Frisuren udn Soundtrack sei dank großes Grinsen )
Eisenberg sollte sich nur vorsehen dass er nicht in eine Rollenschublade gesteckt wird. In Zombieland und Adventureland spielt er jeweils den selben kleinen Woody Allen Verschnitt mit all seinen Unzulänglichkeiten und Selbstzweifeln. Aber an mir soll es nicht scheitern, liegt bei diesen Charakteren doch die Identifikationsquote am höchsten ^^

8/10

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts with Thumbnails

Ältere Beiträge, die dich interessieren könnten: