Donnerstag, 17. Dezember 2009

Filme: AVATAR

Endlich, endlich, EEENDLICH!!! :D


K I N O : Avatar
Ich bin glücklich! =)
Mit wenigen Worten lässt sich das Erlebnis namens Avatar kaum beschreiben. Würden Der mit dem Wolf tanzt und Jacksons Herr der Ringe ein Kind zeugen, es wäre zweifelsfrei blau und würde auf den Namen Avatar hören ;)
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film



Avatar

Avatar ist der Film geworden den ich mir versprochen hatte. Ein typischer Cameron der es einem erlaubt sich wieder einfach fallen zu lassen. Und das muss man von nun an wörtlich nehmen, denn auch wenn die Stereoskopie bislang recht unbeholfen verwendet wurde, so hat Cameron eine erste hohe Messlatte gesetzt. Nicht in dem er ständig versucht aus der Leinwand herauszukommen, sondern in dem er den Zuschauer hineinzeiht, eine Tiefe präsentiert die schier endlos erscheint.. Er spart sich die Effekte sogar auf, denn man könnte fast enttäuscht sein weil nach 1.5h der 3D Effekt nur zögerlich zur Geltung kommt. Sobald man aber den letzten Akt gesehen hat, versteht man auch warum. Selten war mein Puls durchgehend auf einem solch hohen Niveau wie während den letzten 40min von Avatar. Ohne die zusätzliche Tiefe, würde Avatar merklich an Atmosphäre und Intensität verlieren. Darum schwor ich mir erstmalig einen Film niemals als 2D Version anzusehen, die Enttäuschung wäre vorprogrammiert.

Die Geschichte trägt unverkennbar den Stempel von Cameron. Er liebt es menschliche Werte gegen kalten Stahl antreten zu lassen was hier sogar auf den Kopf gestellt wird, denn zum ersten mal verwendet er ein für ihn untypisches Feindbild. Die Geschichte funktioniert als universelle Metapher, egal ob als Spiegelbild für Krieg, Ausbeutung, Kolonialisierung, Kapitalismus, Genozid, man kann alles hinein projizieren und das machen starke Geschichten aus. Alles in allem rund, durchdacht und sehr emotional. Und die Genres fliessen mühelos ineinander. Oberflächlich gesehen ist es ein Sci-Fi Adventure. Aber im Kern ist es ein ur-ur-ur klassischer Western. Dances with wolves in Space gepaart mit der allseits bekannten Heldengeschichte.

Aber es gibt von mir auch leichte Kritikpunkte:
- Die Na'vis waren mir eine Spur zu klischeebeladen, fehlten nur noch ein Totempfahl und ein Kriegsbeil.
- Der Esoterikgrad war überraschend hoch für einen so westlichen Film. Wirkte teilweise etwas aufgesetzt.
- Ich hoffte es ginge auch ohne, aber wie schon erwähnt wurde leider doch auf der klassischen Heldengeschichte aufgebaut. Da kann Avatar im Grunde nichts dafür, denn es ist ein beliebter und vor allem funktionierender Dramaturgiekniff, der aber leider zusehends an Kraft verliert, je mehr Abwandlungen man sieht.

Das letzte Mal dass ich einen Film physisch so wahrgenommen hatte wie Avatar war vor genau acht Jahren. Der Film: Lord Of The Rings. Und es ist kein Zufall, beide Filme sind aus dem exakt selben Holz geschnitzt, verfolgen über weite Strecken die selben Themen und verfügen über eine ähnliche Struktur.

9/10 (inkl. 3D Bonus für den erbrachten Beweis dass Stereoskopie auch inhaltlich genutzt werden kann).


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