Freitag, 11. Dezember 2009

Filme: ADAM

Neuer Kandidat im Kampf um den Titel "Film des Jahres" und Bruder im Geiste von (500) Days Of Summer:


K I N O : Adam
Ganz klassisch: Mädchen trifft Jungen. Ganz unklassisch: Junge leidet am Asperger Syndrom! ANSCHAUEN!
> T r a i l e r
> Meine ganze Kritik zum Film



Adam

Das Thema Autismus mit all seinen unterschiedlichen Daseinsformen ist ein faszinierendes Feld und ich bin sicher nicht bloß für mich. Einige herausragende Filme behandeln das Thema (beispielsweise Lars And The Real Girl, Punch-Drunk Love, Mary And Max, Forrest Gump,
Rain Man uvm.) aber oft nur sehr subtil und ungenannt um die Charaktere nicht zu sehr in eine Ecke zu drängen.
Adam dagegen spricht das Thema direkt und teilweise mit aller Härte an. Der Trailer verspricht eine romantische Komödie mit "Außenseiter" Bonus. Das wird zum Glück nicht eingelöst, denn der Film ist zwar zweifellos über weite Strecken amüsant, aber im Kern verliert der Film nie seine Ernsthaftigkeit. Der Film würde niemandem einen gefallen tun wenn er Autismus, selbst in dieser abgeschwächten Form, verharmlosen würde. Adam eigene Blockaden sind nichts was sich mit viel Liebe wegwischen ließen, sondern nur mit viel Disziplin und Toleranz.
Man könnte dem Film vorwerfen, dass er der Frage, wie die Gesellschaft mit solchen Menschen umgeht, ausweicht. Aber gerade diese Frage beantwortet sich meiner Meinung nach zwischen den Zeilen von selbst.

Es sind einige Parallelen zu (500) Days Of Summer zu erkennen. Adam und Tom, die beiden Protagonisten, sind beide auf ihre eigene Weise hoffnungslose Romantiker und sehnen sich nach Nähe und Zuwendung. Und überfordern letztendlich ihr Umfeld damit. Die Wesensverwandtschaft gipfelt in den beiden Filmenden, die zwei Variationen der selben Botschaft darstellen.

Der Film wird kein großes Publikum finden, das zeigte bereits meine Kinovorstellung. Nur fünf Leute, jeder für sich allein in einer eigenen Reihe, wollten den Film sehen. Dafür darf jeder, der sich von Adam angesprochen fühlt, einen ganz besonderes Werk erwarten.

P.S Säße ich übrigens in der Academy, der Oscar wäre Hugh "Adam" Dancy sicher.

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