Montag, 30. November 2009

Konzert: The Duke And The King

Es muss sein, es geht nicht anders, ich muss mal schnell ein Thema abseits des Films anschneiden...jaaha, auch das kanns geben! =P

Kurzes Vorwort, ich surfte vorgestern locker flockig im Netz umher und stiess dabei über Umwege auf die recht unspektakulär klingende Band namens The Duke And The King. Während dem Durchhören ihrer MySpace Songs (mehr passiv als aktiv, tippte eigentlich an meiner längst überfälligen Arbeit rum) ertappte ich mich beim wackeln und tänzeln. Und damit meine ich kein "Ich wackel zu DJ Bobos Chihuahua mit weils mir grad egal ist" sondern die Musik ging regelrecht unter die Haut!
Die Band spielte gestern in meinem Lieblingsclub (darf man das beim Magnet überhaupt laut aussprechen??) darum wurde ich auch erst auf sie aufmerksam. Zwar war ich eine gute Stunde zu spät dran, aber selbst das ist bei Rockkonzerten noch zu früh. Die Vor(Oneman)band war übrigens auch nicht übel (anhand des einen Songs den ich noch erhaschen konnte zu urteilen).


(Youtube Clips vom Konzert gibts am Ende
des kompletten Eintrags)
Lange Rede kurzer Sinn:
The Duke And The King waren die Liveüberraschung schlechthin! Eine kleine Bühne, 200 Leute und ein Stück vom Himmel in Form ihrer Songs!

Die Band besteht aus vier Leuten die anfangs noch leicht von einander zu trennen waren. Aber spätestens als der Schlagzeuger mit einer unglaublichen Soulstimme aufwartete, er aufsprang und zum Bass griff, der Bassist einige Songs gesanglich allein bestritt (beispielsweise Suzanne) und es sich nicht nehmen liess zu den Drumsticks zu greifen, der eigentliche Frontman und Songwriter plötzlich ebenfalls Schlagzeuggelüste verspürte und den Background übernahm und zuletzt die eigentliche Backgroundsängerin öfters zur Geige griff, hinters Mischpult hopste und sich auch als Souldiva entpuppte, war der Saal (naja, sagen wir die Kammer) nicht mehr zu halten. Selten eine solch verspielte und intensive Liveperformance und Stimmung erlebt. Die Band imponierte mir (als Duke Novize) nicht bloss musikalisch, sondern auch lyrisch. Gerade Songs wie If You Ever Get Famous fanden ihren Weg direkt in Kopf, Herz und Ohr.

Die Band kann als Mischung aus typischen Singer/Songwriter Klischees sowie Folk-, Rock- und Souleinflüssen beschrieben werden. Gewisse ausgeprägte Cat Stevens (oder eben Yusuf Islam) Einflüsse lassen sich nicht von der Hand weisen (was aber sicherlich von niemandem als Nachteil angesehen wird ^^).
Live gesellt sich noch ein ausgeprägter Spieltrieb hinzu, der darauf schliessen lässt das gewisse Mitglieder Jazzwurzeln hegen und pflegen.

Beim gestrigen Konzert hatte ich all das bekommen, was ich beispielsweise beim Musekonzert vor einigen Wochen vermisst hatte (ich hüte mich tunlichst davor die beiden Bands irgendwie zu vergleichen, aber es ist ein gutes vorher/nachher Beispiel). Einen direkten Draht zu den Musikern, unzählige improvisierte Momente die nicht immer alle geklappt hatten aber gerade deswegen nur umso besser beim Publikum ankamen und natürlich Musik die direkt ins Herz ging und einem von einem Gänsehautmoment zum nächsten führte. Dass die Band am Ende von der Bühne runtergestiegen und sich dann unters Volk mischte, unterstrich mein ohnehin schon positiven Eindruck zusätzlich. Als ich den Club verliess war die Band noch fleissig am feiern, smalltalken und Autogramme geben.

Dem Internetphänomen sei dank gibt es sogar schon Clips auf Youtube von dem Konzert. Aber wer sich einen vernünftigen Eindruck von der Musik machen will, sollte sich lieber erst auf ihrer MySpace Seite umsehen (Anspieltipps: If You Ever Get Famous, One More American Song, Suzanne oder Summer Morning Rain).









Kommentare:

  1. yep, hammerband! hab sie ende november in münchen gesehen. konzert des jahres, sozusagen...

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