Mittwoch, 19. August 2009

Fantasy Filmfest #01: Carriers

*TATATARATAAAAAAA-TATAAAAAAA*

Das 23. Fantasy Filmfest (kurz: FFF) ist eröffnet. Das Fest von Filmliebhabern für Filmliebhaber. Ohne quängelnde Kinder, fluchende Prolos, (fast) keine kommentierende Besserwisser. Einfach nur Filmgenuss pur.
Dass dabei schwarz die vorherrschende Kleidungsfarbe im Kinosaal ist und man auch mal öfters den einen oder anderen Promi im Saal entdeckt sei nur mal nebenbei erwähnt =)

Viele Filme sind Europapremieren, einige inoffizielle Weltpremieren (psssst, The Descent Part 2 läuft ebenfalls am FFF, nur darf das Festival nicht für den Film werben), andere wiederum typische Festivalfilme die von allen geliebt, aber von niemandem geschaut werden kann und der Rest einfach schöne Genrekost damit auch jeder was zum Kucken hat ;)



FFF Sichtung # 01: CARRIERS

Ein ausgesprochen "schönes" Filmchen das man da vom Fantasy Filmfest als Eröffnungsfilm geboten bekommt.

Was mir besonders gut gefiel, ist dass der Film sich auf die Krankheit an sich konzentriert und aus dieser allgegenwärtigen und unsichtbaren Bedrohung seine beklemmende Suspense bezieht. Also Gott sei Dank [spoiler]keine stöhnende Untoten oder kreischende Infizierten.[/spoiler]
Wie der Film selbst sagt: Lebend zu sterben kann schlimmer sein als der blanke Tod.

Daraus spinnt der Film eine grossartige Atmosphäre, die klaustrophobische Angst vor der eigenen Ansteckung...der Zwang sich zu schützen und alles zu desinfizieren...die wachsende Saat des Misstrauens...
Das Böse wurde nicht personifiziert, sondern entsteht aus der Situation heraus. Ironie des Schicksals dass die Nicht-Infizierten zu emotionalen Krüppel mutieren und ihre Menschlichkeit Stück für Stück verlieren.

Die besten Szenen des Films sind Konfrontationen. Gegenüberstellungen. Momente in denen die Figuren zu Entscheidungen gedrängt werden.
Dabei passiert alles so subtil das einem öfters ein unangenehmer Schauer den Rücken hinunter fährt. Keine Blutbäder oder Splattereinlagen, stattdessen wunderschöne Offscreen Kompositionen...ein Kinderlied, ein Gurgeln, ein Schrei...man sieht wenig, aber man weiss es.

Die Idee mit den beiden Brüdern und den eingestreuten Homevideos ist dabei wohl das Brutalste und gleichzeitig Wunderschönste des ganzen Films. Beinahe schon poetisch.

Ein grossartiger Auftakt, möge das Fest beginnen! :D


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